"Meine" Glasmacher - und deren Hütten
Diese Ahnenlinie zeigt die Glasmacherfamilien, von denen "meine" Glasmacherahnin Johanne Becker abstammte. Über Johannes uneheliche Tochter, Auguste Becker, verheiratete Ritzenhoff, verlaufen meine Verbindungen zu den großen Glasmacherfamilien Mittel- und Norddeutschlands.
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Bei den Männern sind die (auf dem jeweils aktuellen Bearbeitungsstand) mir bekannten Glashütten genannt, die mit den Glasmachern in Zusammenhang stehen.
Es ist immer wieder erstaunlich, wie stark die verwandtschaftlichen Verbindungen der Glasmacherfamilien der Glasmachergebiete in Mittel- und Norddeutschland waren. Es gab mehrere Gründe für das Bedürfnis, die Kinder der Familien miteinander zu verheiraten - und so intensive Bande zu knüpfen.
Zum einen waren es sehr praktische Erwägungen: Wirtschaftlich gedacht ging es um den Schutz der Geheimnisse der Glasmacherei. Im Spessart, offenbar einer der ältesten Hüttenregionen nördlich der Mainlinie, war eine Zunft seit 1406 belegt. Wie auch in der späteren Glasmacherordnung aus Großalmerode wurde auch in der Spessartordnung festgelegt, dass im allgemeinen nur Lehrlinge aufgenommen werden durften, die Glasmachersöhne waren.
Hinzu kam die Tatsache, dass sie oftmals tatsächlich auch noch etwas "Besonderes" waren. Sie lebten in abgeschiedenen Waldgegenden, blieben überwiegend unter sich, waren teilweise als Protestanten in katholischen Regionen auch noch "Ketzer", zumindest aber nicht "rechtgläubig".
So entstanden die vielfachen Verknüpfungen zwischen - wie in meinem Fall - den Becker, Gundelach und Wentzel.
Ähnlich den verwandschaftlichen Verbindungen ergaben sich auch Verbindungen bezüglich der betriebenen Glashütten. Dies beinhaltet den Kaufunger Wald (mit Großalmerode oder Ziegenhagen) ebenso wie den Reinhardswald (Gewissensruh), die Nieste oder den Weserverlauf ebenso wie später die Gegenden im Lippischen mit Siebenstern oder Löwenberg.
Hinzu kommen jene Glashüttenorte, mit denen die oben erwähnten Familien durch Brüder, Cousins etc. verbunden sind. Wenn man sich betrachtet, welche Anzahl an Glasmachern allein schon unter den Familien Becker / Becker-Gundelach zu finden sind, dann wird deutlich, welche Menge an Glashütten und damit auch Standorten für diese Familien vorhanden gewesen sein müssen.
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